Licht und Schatten bei Abensberger Volleyball Damen

Die Abensberger Volleyball Damen mussten sich am Wochenende gegen den TV Altdorf sowie den N.H. Young Volleys jeweils knapp mit 2:3 geschlagen geben. Auch wenn man enttäuscht ist, dass es nicht zu einem Sieg gereicht hat, nehmen die Damen so immerhin zwei Punkten vom Doppelspielwochenende mit an die Abens. Am Kampfgeist mangelte es den Damen nicht, an der Konstanz leider teilweise schon, sodass man bisher in allen Saisonspielen über die ganze Länge gehen musste.

Alexia Maul (19) beim Aufschlag beim Heimspieltag eine Woche zuvor. Foto: Alex Maul

Das lange Wochenende startete Samstagabend gegen den TV Altdorf II. Wie auch in den letzten Spielen startete man gut ins Spiel und konnte sich gleich ein paar Punkte absetzen. Allerdings schlichen sich dann einige Unkonzentriertheiten ein und man musste den Satz denkbar knapp mit 28:26 abgeben. In Satz zwei zeigte sich über weite Strecken ein ausgeglichener Spielverlauf. Ein Doppelwechsel brachte dann neuen Schwung und man konnte sich deutlich mit 25:19 durchsetzen. Der 3. Satz war eine Blaupause von Satz eins: Wieder erspielte man sich einen Vorsprung (19:13), aber wie schon im 1. Satz, konnte man die Spannung nicht aufrecht halten und am Ende hieß es 25:23 für die Damen aus Altdorf. Nach diesem unglücklichen Satzverlust kämpfte man sich durch sehr gute Abwehraktionen wieder zurück und schaffte noch den 2:2 Satzausgleich. Im Tie- Break ging man von Anfang an ein hohes Risiko, was leider auch zu vielen Fehlern im Angriff und letztendlich zum 15:10 Satzverlust führte.

Viel Zeit zum Erholen blieb den Abensbergerinnen nicht, denn schon am nächsten Tag ging es nach Neudrossenfeld zum vermeintlich stärksten Team in dieser Saison. Ohne Kapitän Katrin Bialas erwischten die TSV Damen dennoch einen guten Start. Mit viel Druck im Aufschlag und Angriff überraschte man die Gastgeberinnen, die hier wenig entgegenzusetzen hatten. Doch die aufgekommene Euphorie konnte nicht in den nächsten Satz mitgenommen werden, sodass man gleich zu Satzbeginn erneut einem Rückstand hinterherlaufen musste. Durch hohen Aufschlagdruck der Gegnerinnen konnte ein Satzverlust nicht mehr verhindert werden. Im 3. Satz überzeugten die Baboninnen wieder auf voller Länge, sodass es beim Stand von 24:13 zwölf Satzbälle für den TSV Abensberg gab. Im 4. Satz sah es zunächst so aus, als ob man an den überragenden 3. Satz anknüpfen könnte. Platzierte Flatter-Aufschläge der Gegnerinnen brachte die Annahme allerdings stark in Bedrängnis und die herausgespielte Führung musste wieder abgeben werden. Im 5. Satz machte sich dann auch die Belastung vom Vortag bemerkbar und man konnte dem Druck der Gegnerinnen nicht mehr viel entgegensetzen und auch das 2. Spiel an diesem Wochenende musste man mit 2:3 abgeben. Dieses Ergebnis hätte man wohl vor dem Spiel unterschrieben, jedoch hätte man im Spielverlauf noch mehr erreichen können. Nun bleibt noch eine Woche Zeit, um vor allem an der Konstanz noch weiter zu feilen, denn kommenden Samstag steht schon die nächste weite Auswärtsfahrt gegen den DJK Hammelburg an.

Die Damen der zweiten Mannschaft präsentieren den Endstand beim erfolgreichen Heimspiel gegen Grafenwöhr. Foto: Konrad Schweiger.

Ebenfalls im Einsatz war die zweite Damenmannschaft an diesem Wochenende. Am Samstag besiegten sie die Gäste aus Grafenwöhr souverän mit 3:0 in heimischer Halle.
Somit kann das dynamische Team, welches seit letzter Saison auch einige neue Spielerinnen hinzugewinnen konnte, bereits den 3. Sieg der Runde verbuchen.

Saisonendspurt für TSV-Volleyballer

Je drei Spiele stehen für die beiden Bayernligateams des TSV Abensberg noch aus. Die Männer kämpfen noch um Platz 3 in der Tabelle. Die Damen um Spielführerin Katrin Bialas haben bei Erreichen des angestrebten 2. Tabellenplatzes sogar noch die Möglichkeit über die Aufstiegsrelegation in die Regionalliga aufzusteigen. Die beiden Reserveteams der Damen haben durch ihre zweiten Plätze in der Bezirksliga und Kreisklasse bereits das Ticket für die Aufstiegsrelegation zur Landes- bzw. Kreisliga am 7. April bereits gesichert.

Äußerst motiviert wollen die Damen um den wiedergenesenen Coach Tom Waitschies am Faschingssamstag um 20 Uhr in heimischer Halle drei wichtige Punkte einfahren, um den TV Erlangen von Platz 2 zu verdrängen. Auch ohne ihren Coach glückte den Babonnien ein 3:1-Sieg bei den Veinal Volleys Bamberg II letzten Sonntag. Dieser Sieg war nach zwei verlorenen Spielen zuvor enorm wichtig für das Selbstvertrauen. Die kommenden Gegner vom ASV Veitsbronn kämpfen jedoch gegen die Abstiegsrelegation und werden die Punkte sicherlich nicht kampflos abgeben. Bereits im Hinspiel taten sich die Damen gegen den ASV sehr schwer und unterlagen relativ deutlich mit 1:3. Umso mehr wollen die Mädels sich revanchieren.

Auf Revanche sind auch die Herren aus. Im Dezember fuhr man gegen den ASV Neumarkt die bitterste Saisonniederlage ein, denn mit 0:3 ging man regelrecht unter. Im Heimspiel am Samstag um 16 Uhr wollen es die Babonnen wieder besser machen und an die starken Auftritte der Rückrunde anknüpfen. Aus privaten Gründen müssen allerdings Zuspieler Jann Günther, Libero Sebastian Kroiss und Hauptangreifer Martin Scherl passen. Mit 4 Punkten Rückstand auf den Tabellendritten Bad Windsheim gilt für das Team nur eine Marschrichtung. „Wir wollen mit drei Siegen zum Abschluss nochmal alles herausholen, um möglicherweise doch noch unser Saisonziel Top 3 zu erreichen.“, sagt Trainer Georg Högl. Ferngegner Bad Windsheim hat mit dem TSV Eibelstadt II und dem designierten Meister VC Amberg noch zwei harte Brocken vor sich. Die TSV-Teams haben sich zum Faschingsanlass ein paar kleine Specials für die Fans ausgedacht, darunter ein erneuter Auftritt der Babonia Showgarde. Ihr Meisterstück wollen am Samstag auch die Bezirksklasse-Herren um Kapitän Christoph Vogl vollenden. In den Spielen beim ärgsten Verfolger TSG Laaber und gegen den FC Rieden sind zwei Siege nötig, um die vorzeitige Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen.

Auswärts erfolgreich

Die beiden Bayernliga-Volleyballteams des TSV Abensberg sind mit jeweils 3 Punkten von ihren Auswärtspartien zurückgekehrt. Die Damen behielten beim 3:1 (24:26, 25:20, 25:17, 25:17) gegen die VGF Marktredwitz die Oberhand. Parallel konnten sich die Herren beim 3:0 (25:23, 25:12, 25:23) gegen den TV Bad Windsheim für die 1:3-Hinspielniederlage revanchieren.

Bereits im Vorfeld war sich Herren-Trainer Georg Högl sehr sicher, dass sein Team nach der 0:3-Heimpleite gegen Tabellenführer Amberg im Spiel gegen die selbsternannten „Hyänen“ aus Bad Windsheim punkten würde: „Die liegen uns. Wir haben die Woche gut trainiert.“ Er sollte recht behalten. Dennoch startete der erste Satz auf Augenhöhe, denn bis zum Ende des Satzes konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Beim Stand von 22:21 für die Babonen folgte aber eine klare Fehlentscheidung der ersten Schiedsrichterin, die den von Timo Walter verwandelten Ball im Feld im Aus gesehen hatte. Anders als in den Partien zuvor blieb das Team allerdings ruhig und konnte sich knapp mit 25:23 durchsetzen. Den Schwung nahmen die Babonen optimal mit in den zweiten Durchgang. Bad Windsheim schien nun völlig von der Rolle. Durch starke und platzierte Aufschläge kamen die Mittelfranken kaum zum Spielaufbau, das deutliche 25:12 war die Folge. Im dritten Satz schien die Partie nach 14:7 für Abensberg bereits durch zu sein. In dieser Phase machten die TSV-Akteure allerdings den groben Fehler einen Gang zurückzuschalten. Windsheim glich aus und ging sogar mit 20:19 vor ihrem lautstarken Publikum in Führung. Durch starke Blockaktionen der Abensberger konnte allerdings das 25:23 und damit klare 3:0-Erfolg gefiert werden. Den TSV auf Platz 5 trennen nur noch 2 Punkte vom Tabellendritten Bad Windsheim. Auf Platz 4 steht der Vfl Volkach, auf den die Babonen im nächsten Auswärtsspiel am kommenden Sonntag treffen. Mit einem Sieg könnten die Högl-Mannen sogar schon auf Platz 3 schielen.

Im Vorfeld der Partie der Bayernliga-Damen in Marktredwitz war klar, dass das Spiel gegen den Tabellensiebten in deren gefürchteten Sebald-Halle mit lautstarken Publikum werden würde, zumal die Gastgeber in dieser Saison zuhause noch ungeschlagen waren. Aus beruflichen Gründen musste Coach Tom Waitschies auf Außenagreiferin Anna Hohlheimer verzichten. Etwas nervös starteten die Damen in den ersten Satz. Viele Aufschlagfehler und unkonstante Abwehrarbeit gegen die starken Angriffe der Gegnerinnen machten es den Babonnien schwer. Nach Kopf-an-Kopf rennen entschied die VGF den ersten Satz mit 26:24 zu ihren Gunsten. Im zweiten und dritten Satz konnten die Abensberger Damen die Nervosität ablegen und holten sich durch konzentrierte Aktionen mit 25:20 und 25:17 zwei Satzsiege. Der vierte Durchgang war zu Bgeinn noch einmal sehr eng. Die Oberfranken lagen bereits mit 12:10 in Führung ehe der TSV durch eine Aufschlagserie von Chris Bielig vorbeiziehen konnte, Durch die gute Annahme von Libera Pia Stutz konnte die Zuspielerin Karolin Walter die Bälle gut verteilen. Besonders Außenangreiferin Sandra Schwägerl war nicht mehr zu halten und sicherte den 25:17- Sieg und 3 weitere Punkte für die Abensbergerinnen. Damit stehen die weiterhin auf Platz 2 in der Tabelle der Bayernliga Nord. Im Gastspiel beim TSV Eibelstadt II am kommenden Samstag trifft man auf den nächsten machbaren Gegner.

Ebenso erfolgreich waren die Bezirksklasse-Herren um Spielführer Christoph Vogl. Durch zwei 3:1-Siege gegen den TB Weiden und den VC Schwandorf II stehen die Herren nach 14 Partien weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze. Die Bezirksliga-Damen mit Coach Martin Dürmeier konnten sich beim ASV Schwend klar und deutlich mit 3:0 durchsetzen. Gegen den TSV Neutraubling verlor man unglücklich im Tiebreak mit 2:3. Die Damen stehen damit auf Platz 3 in der Tabelle und haben noch die Möglichkeit mit den zwei verbleibenden Spieltagen im Februar Platz 2 in der Tabelle zu erobern.

Gemischter Rückrundenauftakt

Während die Volleyballerinnen des TSV Abensberg beim Rückrundenauftakt mit 3:0 (25:17, 25:15, 25:18) gegen den TV Mömlingen ihre Siegesserie fortsetzten konnte, blieben die Herren gegen Spitzenreiter VC Amberg beim 0:3 (22:25, 23:25, 15:25) unter ihren Möglichkeiten.

Damentrainer Tom Waitschies konnte mehr als zufrieden sein. In gut einer Stunde fertigten sie den weit angereisten Tabellenvierten aus Mömlingen in drei Sätzen ab. Das erste Spiel im neuen Jahr war gleich ein Heimspiel für die Abensbergerinnen und vor einem tollen Publikum starteten sie konzentriert ins Spiel gegen die junge Mannschaft aus Mömlingen. Durch Aufschlagserien, eine gute Annahme und harte Angriffe setzten sich die Baboninnen von den jungen Spielerinnen aus Mömlingen ab und Waitschies konnte den kompletten Kader einsetzen. Nach sehr guten ersten Trainingsein­heiten im neuen Jahr konnte sich die Mannschaft so mit einem schönen Spiel belohnen und siegte am Ende durch die geschlossene Mannschaftsleistung deutlich vor einem tollen heimischen Publikum. Die derzeit auf Platz 2 stehenden Abensbergerinnen können somit im kommenden Auswärtsspiel bei der VGF Marktredwitz befreit aufspielen.

Dagegen blieb ein Erfolg für die Bayernligaherren gegen den Spitzenreiter aus Amberg aus. Dabei begannen die ersten beiden Sätze jeweils vielversprechend. Die beiden Teams bestritten ein Duell auf Augenhöhe. Kein Team konnte sich bis zum Ende des Satzes absetzen und boten dem Publikum in gut besuchter Halle ein hochkarätiges Spiel auf. Letztlich hatte Amberg im Schlussspurt der ersten beiden Sätze die besseren Nerven und sicherlich auch das größere Selbstvertrauen. „Uns haben nur Nuancen gefehlt. Wir hatten jeweils 3 bis 4 Möglichkeiten davonzuziehen, aber haben die Chancen nicht genutzt.“, ärgerte sich Trainer Georg Högl in der 10-Minutenpause, bei der die Zuschauer durch den Auftritt der Babonia Showgarde zusätzlich unterhalten wurden. Mit dem Aufruf ihres Trainers noch einmal alles aus sich herauszuholen, starteten die Babonen mutig in den dritten Satz und gingen auch mit 8:5 in Führung. Die Oberpfälzer blieben allerdings cool, während die Hausherren nun die Spannung komplett  herausnahmen. Das 15:25 war dementsprechend deutlich, die Abensberger gut bedient. Kommende Woche wollen sich die Abensberger im schweren Auswärtsspiel beim Tabellendritten TV Bad Windsheim rehabilitieren.

Die Bezirksliga-Damen um Spielführerin Verena Blinzler hatten beim 3:0 gegen das Tabellenschlussschlicht TV Riedenburg keine Probleme und schoben sich auf Platz 3 in der Tabelle vor. Gegen Tabellenführer TB/ASV Regenstauf hatte man trotz guter Leistung mit 0:3 das Nachsehen.

Die dritte Damenmannschaft siegte mit jeweils 3:1 Sätzen gegen den VC Hohenfels-Parsberg II und den TV Riedenburg II und steht aufgrund 6 Spielen Vorsprung vor dem bisher ungeschlagenen TB/ASV Regenstauf V auf Platz 1. Der Relegationsplatz ist damit bereits sicher.

Foto: Ralf Sangl