Ohne Druck gegen den Favoriten

Nach dem glücklichen 3:2-Sieg gegen den TV Mömlingen wartet der nächste Topgegner auf die Abensberger Bayernliga-Volleyballer. Mit dem VC Eltmann II trifft man am Samstagnachmittag um 15:30 in Eltmann auf das Maß aller Dinge in der diesjährigen Bayernliga-Saison.

Lediglich 3 Sätze gab der Aufsteiger aus der Landesliga Nord-West bisher ab und holte die Maximalpunktzahl von 24 Punkten aus 8 Spielen. Die Marschrichtung der Bundesliga-Reserve ist klar: Das Ziel lautet 3. Liga in 2 Jahren. Hierfür hat das Team mächtig aufgerüstet. Dadurch dass einige Spieler des letztjährigen Zweitliga-Meisters den Schritt in die 1. Bundesliga nicht mitgingen, schlagen diese nun in der Bayernliga auf. Neben Kapitän Sebastian Richter, der bereits Erstligaerfahrung aufweist, konnten außerdem ehemalige Profis aus der Region reaktiviert werden. So ist vor allem Branko Damjanovic auf der Position des Diagonalangreifers von anderen Bayernligamannschaften als der spielentscheidende Akteur benannt worden. Trainiert wird das Team vom ehemaligen kolumbianischen Nationalspieler Heriberto Quero, der den Abensbergern noch aus ihrer ersten Bayernliga-Saison bekannt ist. Babonen-Trainer geht relativ entspannt an die Herkules-Aufgabe heran: „Wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Vielleicht ist das auch endlich eine Chance für meine Jungs wieder mit mehr Risiko zu spielen.“ Der Sieg gegen Mömlingen hat zudem gezeigt, dass die Mannschaft ans Limit gehen kann und als Mannschaft auftritt. Besonders die Annahmespieler überzeugten. Mit Selbstbewusstsein im Gepäck ist möglicherweise auch in Eltmann eine kleine Überraschung möglich.

Ebenfalls im Einsatz sind die beiden Damen-Reserveteams. Die Bezirksliga-Damen treffen beim SV Wiesent neben dem Gastgeber auf den TB/ASV Regenstauf III. Die Kreisklasse-Damen von Tom Meier in Hainsacker auf die SpVgg Hainsacker II und den Meisterschaftsfavoriten TB/ASV Regenstauf V.

Starker Heimauftritt

Die Bayernligateams des TSV Abensberg konnten in der Volleyball-Bayernliga am Sonntagnachmittag zwei Heimerfolge feiern. Die Damen unterlagen zwar bereits am Samstag beim FTM Schwabing mit 0:3 (22:25, 23:25, 16:25), konnten aber zuhause gegen den FC-DJK Tiefenbach ein 3:0 (25:18, 25:18, 25:16) verbuchen. Die Herren erlebten dagegen einen wahren Krimi. Nach 0:2-Satzrückstand drehten die Babonen noch das Spiel gegen den TV Mömlingen zum 3:2 (18:25, 22:25, 26:24, 29:27, 15:13).

Das dezimierte Damenteam musste in der Partie auf die verletzte Mittelblockerin Steffi Thalhauser verzichten. Jedoch konnten die angeschlagenen Sabrina Waitschies und Christin Braun auflaufen. Gegen die angriffsstarken Aufstiegsaspirantinnen aus München setzte sich das Team von Trainerduo Peter Schwägerl und Bernhard Walter motiviert und fokussiert entgegen. Vor allem in der Abwehr überzeugten die Abensbergerinnen und brachten die Oberbayerinnen zur Verzweiflung. Trotz deutlicher 5-Punkte-Führung im ersten Satz schafften es die TSV-Damen aber nicht das Niveau in einem hochklassigen Spiel zu halten und wurde vom FTM Schwabing noch mit 22:25 abgefangen. Das gleiche Bild im zweiten Satz: Abensberg startete stark, erneut hatte aber Schwabing mit 25:23 das glücklichere Ende verbuchen können. Der dritte Durchgang war geprägt von individuellen Fehlern der TSV-Spielerinnen, wodurch der Satz und somit das Spiel deutlich mit 16:25 verloren wurde. Trotz der Niederlage war man positiv gestimmt im Heimspiel gegen den FC-DJK Tiefenbach am nächsten Tag Zählbares zu holen. Mit starken Aufschlägen und einer wachen Feldabwehr setzte man sich bereits im ersten Durchgang deutlich mit 17:7 ab. Durch Nachlässigkeiten im Block kamen die Gäste heran (21:14), die Führung konnte aber bis zum Schluss gehalten und der Satz mit 25:18 gewonnen werden. Tiefenbach war aber im zweiten Satz nun besser im Spiel. Nachdem Abensberg bereits mit 11:14 zurücklag und Trainer Peter Schwägerl wütend die zweite Auszeit nahm, kam Besserung ins Spiel. Es folgte der Ausgleich zum 15:15 und starke Blocks zum 19:15. Eine Aufschlagserie von Mittelblockerin Sandra Schwägerl sorgte für den 25:18-Satzgewinn. Nach ausgeglichenem Start im dritten Satz stabilisierte sich der Abensberger Spielaufbau zunehmend, sodass über konsequente Spielzüge von Zuspielern Karolin Walter über die Außenangreiferinnen Anna Hohlheimer und Christin Braun gepunktet konnte. Mit dem 25:16 überholte man den Gegner aus dem Raum Passau in der Tabelle und steht nun auf Rang vier in der Bayernliga Süd. Am letzten Spieltag der Hinrunde gastiert man am 21.12. beim Tabellennachbarn TSV Bad Griesbach, die nur einen Punkt hinter den Baboninnen platziert sind.

Was sich unmittelbar vor dem Damenspiel in der TSV-Halle abtrug, glich einem Sonntagabend-Krimi. Die Bayernliga-Herren wurden bereits im dritten Satz von ihren eigenen Fans abgeschrieben. TSV-Fan Wolfram Campe sagte schmunzelnd: “Ich hätte  keinen Pfifferling mehr auf Euch gesetzt. Ein super Comeback!“ Aber erst einmal der Reihe nach: Durch berufs- bzw. verletzungsbedingte Absagen von Zuspieler Simon Seidl und Außenangreifer Raimonds Stauber rückte Coach Georg Högl als Backup in den Kader. Libero Johannes Brunner durfte als Ersatzmann auf die Außenposition. Mit dem TV Mömlingen, Absteiger aus der Regionalliga, gastierte einer der Topgegner der Liga in Abensberg. Sollte der TSV verlieren, würden die weit anreisenden Gäste nahe der hessischen Grenze an den Babonen vorbeiziehen. Motiviert startete der TSV durch eine Aufschlagserie von Kapitän Timon Wölfl und blitzsauberen Blocks mit einer 6:2-Führung in den Satz. Die Gäste kamen aber besser ins Spiel, glichen zum 12:12 aus und gingen mit 18:13 in Führung – auch weil der TSV im Angriff zu inkonsequent agierte. Mit 18:25 ging der Satz an die Gäste. Im zweiten Satz lief man stetig einem zwei-Punkte Rückstand hinterher. Vor allem die gegnerischen Mittelblocker waren in dieser Phase nicht zu halten und das 22:25 die Folge. Im dritten Satz sah nun alles nach einem klaren 3:0 für den TV Mömlingen aus. Aber Abensberg wehrte sich und kämpfte ab Mitte des Satzes um jeden Ball. Der Aufschlagdruck der Mömlinger wurde etwas schwächer, wodurch die Annahme um Libero Thomas Semmelmann keine Probleme hatte. Besonders Johannes Högl und Konrad Schweiger triumphierten nun im Angriff. Lediglich Gästetalent Noah Wolf hielt den TV Mömlingen noch im Spiel. Mit etwas Glück holte sich der TSV mit 26:24 den Anschlusssatz. Schwache Abensberger Aufschläge ließen den Gegner im vierten Satz wieder stark werden. Beim Stand von 22:17 für Mömlingen schien das Spiel ein weiteres Mal gelaufen zu sein. Doch Martin Scherl setzte zum richtigen Zeitpunkt zu einem starken Service an und drehte den Spielverlauf zum 23:22 für die Gastgeber. Was nun folgte waren Psychospielchen und emotionale Situationen. Beim Stand vom 25:25 pfiff der zweite Schiedsrichter zweimal nacheinander Netzberührung gegen den TSV, glücklicherweise nahm der erste Schiedsrichter eine Entscheidung zurück. Die Unterfranken konnten ihren Matchball nicht verwandeln, sodass der TSV sich mit 29:27 in den Tiebreak rettete. Dort war das Momentum klar auf ihrer Seite. Mit 6:2 startete man in den Entscheidungssatz. Bis zum 14:10 konnte der Punkteabstand gehalten werden, ehe Mömlingen nochmal auf 14:13 verkürzte. Schließlich war es wiedermal Jungspund Konrad Schweiger der den Angriffsball zum vielbejubelten Sieg verwandelte. „Wahnsinn! Was meine Jungs aus der Situation noch gemacht haben, ist klasse!“, ergänzt ein sichtlich mitgenommener Trainer Georg Högl. Mit dem Sieg verschafft man sich etwas Luft auf die Verfolger TV Mömlingen und SC Memmelsdorf. Am kommenden Samstag muss man sich dann gegen das stärkste Team der Liga beweisen. Beim bisher ungeschlagenen VC Eltmann II trifft man auf zahlreiche ehemalige Volleyballprofis mit Erstligaerfahrung.

Grund zu jubeln hatten auch die Bezirksklasse-Herren um Spielertrainer Tom Schwägerl. Im Spitzenspiel konnte man sich gegen die SG Regensburg Süd mit 3:1 beweisen. Mit dem zweiten 3:1-Sieg gegen den TB Weiden steht man weiter an der Tabellenspitze. Diese haben die Herren 2 in der Bezirksliga abgegeben müssen. Zwar siegte man gegen den VC Hohenfels-Parsberg noch mit 3:1, gegen den stark aufspielenden VC Schwandorf unterlag man aber deutlich mit 0:3. Die Abensberger liegen in der Tabelle nun auf Rang drei.

Endspurt in der Hinrunde

Am kommenden Sonntag treten die Abensberger Bayernliga-Volleyballer das letzte Mal vor der Jahreswende in der heimischen TSV-Halle an. Die Herren treffen ab 12:30 Uhr auf den Regionalligaabsteiger TV Mömlingen. Um 16 Uhr schlagen die Damen gegen den FC-DJK Tiefenbach auf. Bereits tags zuvor müssen die Babonninen beim FTM Schwabing antreten.
Nach einem spielfreien vergangenen Wochenende wollten die Damen eigentlich wieder erholt an die schweren Aufgaben dieser Woche starten. Doch das Verletzungspech hat erneut zugeschlagen: Mit der Bänderverletzung von Stefanie Thalhauser im Training trifft es bereits die dritte Spielerin nach Sabrina Waitschies und Christin Braun. Das Trainerduo Peter Schwägerl und Bernhard Walter hat also kaum noch Wechseloptionen. Dennoch liefen die letzten Trainingseinheiten sehr gut, sodass man gegen den favorisierten FTM Schwabing am Samstagnachmittag um 16 Uhr befreit aufspielen kann. Im Heimspiel am Sonntag gegen Aufsteiger FC-DJK Tiefenbach müssen die Babonninen dann alles aus sich herausholen, um an den Gästen aus dem Passauer Raum in der Tabelle vorbeizuziehen.Unmittelbar vor den Damen treten die Abensberger Herren gegen den Regionalligaabsteiger TV Mömlingen an. Im Duell der Tabellennachbarn muss der TSV punkten, um die weit anreisenden Gegner hinter sich zu lassen. Dieses Unterfangen wird aufgrund der technisch starken Unterfranken sicherlich kein Spaziergang. Bereits letzte Woche haben es sich die Babonen durch viele individuelle Fehler gegen Schlusslicht SG Burgweinting/Donaustauf schwer gemacht. Coach Georg Högl hat in der Trainingswoche gezielt variable Aufschläge und das Block-Abwehr-Verhalten fokussiert. Schaffen es die Babonen wieder mehr Risiko in ihre Aktionen zu bringen und an ihre Leistungsgrenze zu gehen, ist Högl positiv gestimmt den nächsten Sieg einzufahren.Ebenso im Einsatz sind am Wochenende die beiden Herren-Reserveteams. Die zweite Mannschaft trifft als Ligaprimus am Spitzenspieltag in Parsberg auf die Gastgeber (4.) und den bisher noch ungeschlagenen VC Schwandorf (2.). Die dritte Mannschaft empfängt im absoluten Spitzenspiel die SG Regensburg Süd. Ebenso gastiert der TB Weiden.

Glanzloser Arbeitssieg

Die Bayernliga-Herren des TSV Abensberg haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Beim 3:1 (25:22, 18:25, 25:17, 25:23) gegen Schlusslicht SG Burgweinting/Donaustauf wackelte man nur kurz.

Die kleine Grundschul-Turnhalle von Burgweinting war bereits weit vor Spielbeginn rappelvoll. Zahlreiche Zuschauer wollten am Lokalderby, das erstmals in der Bayernliga stattfand, teilhaben. Nach anfänglichem Abtasten hatten sich die Abensberger an die Hallenumgebung gewöhnt und legten gut los. Für den angeschlagenen Kapitän Timon Wölfl startete erstmals Neuzugang Simon Seidl auf der Zuspielposition. Er fügte sich nahtlos ins System und konnte seine Angreifer über eine stabile Annahme variabel bedienen. Der Block um die beiden Mittelblocker Ralf Sangl und Dominik Mayer stand gut, sodass sich der TSV einen komfortablen Vorsprung bis zum 22:17 erarbeite. Nachlässigkeiten führten dazu das die Gastgeber vor allem über die Aussenposition besser ins Spiel kamen. Beim Spielstand von 22:20 nahm TSV-Trainer Georg Högl schließlich die erste Auszeit. Mit der taktischen Anweisung über die Außenposition anzugreifen, konnte Abensberg den Satz mit 25:22 beenden. Doch die Oberpfälzer hatten nun Lunte gerochen und spielten von nun an frech und punktete teilweise unkonventionell – auch weil die TSV-Abwehr zu diesem Zeitpunkt einen Gang zurückschaltete. Der 18:25-Satzverlust war die Folge. Högl reagierte und brachte mit Kapitän Wölfl und Mittelblocker Mario Peutler frischen Wind ins Spiel. Der Plan ging auf. Die Babonen spielten ihre Stärken in Angriff und Block aus, sodass der Satz mit 25:17 gewonnen werden konnte. Die kämpferischen Gastgeber gaben jedoch nicht auf und punkteten immer wieder über die Mitte. Zu viele Aufschlagfehler zwangen Högl schließlich zu einer Auszeit: „Wir machen zu viele einfache Fehler im Service. Es reicht hier lockere Aufschläge rüberzubringen. Konzentriert euch auf den Block und den eigenen Spielaufbau.“ Die Anweisung wurde schließlich umgesetzt. Zum Ende des Satzes präsentierten sich die TSV -Akteure vor allem im Angriff als abgezockter. Außenangreifer Martin Scherl war es schließlich vorbehalten mit einem krachenden Angriffsschlag das Spiel mit dem 25:23 zu beenden. Der TSV Abensberg (13) steht nun mit einem Spiel weniger auf Platz 4 und hat nur 3 Punkte Abstand auf den Zweiten Dinkelsbühl (16). Die letzten 3 Spiele haben es allerdings in sich. Mit den beiden Regionalligaabsteigern TV Mömlingen und SC Memmelsdorf sowie dem bisher ungeschlagenen VC Eltmann II stehen weitaus stärkere Gegner auf der anderen Spielfeldhälfte. Den Anfang macht der TV Mömlingen zum letzten Heimspieltag der Hinrunde am kommenden Sonntag um 12:30 Uhr in der TSV-Halle am Alten Stadion.

Erfolgreich waren auch die Bezirksliga-Herren um Trainer Martin Dürmeier. Durch ein 3:0 gegen den VC Kallmünz-Burglengenfeld und ein 3:1 gegen die TSG Laaber steht man vorübergehend an der Tabellenspitze. Auch die Bezirksklasse-Herren eroberten den 1. Rang. Nach einem klaren 3:0 gegen den TB/ASV Regenstauf, erlag man knapp gegen die SpVgg Hainsacker mit 2:3. Erfreulich war aber vor allem, dass die drei Jugendspieler Daniel Dietl, Erin Karakas und Gurjant Singh ihre ersten Einsatzzeiten sammeln konnten.

Auswärts gefordert

Nach der deutlichen Niederlage vergangenen Sonntag in Dinkelsbühl, müssen die Abensberger Bayernliga-Volleyballer erneut auswärts antreten. Dieses Mal ist die Anfahrt relativ kurz, für manche TSV-Spieler sogar kürzer als nach Abensberg. Im Lokalderby trifft man am Sonntag um 16 Uhr in Burgweinting auf das Tabellenschlusslicht SG Burgweinting/Donaustauf.

Der Landesliga-Aufsteiger konnte bisher nur einen Punkt aus 6 Spielen sammeln, kommt aber so langsam in Fahrt. Vergangene Woche hatte man den favorisierten TV Bad Windsheim am Rande eines Punktverlustes – auch weil diese im „Schuhkarton“ der Grundschulhalle Burgweinting nicht so recht klar kamen. Und auch die Abensberger müssen sich wohl auf einen härteren Kampf einstellen als noch in der Vorbereitung zu vermuten war. Dort hatte man in zwei Begegnungen jeweils klar gewonnen. Mit der Rückkehr ihres Zuspielers Michael Neumann sind die Oberpfälzer aber deutlich stärker einzuschätzen. Mit der niedrigen Halle haben die Gastgeber einen zusätzlichen Heimbonus. Entscheidend wird auch sein, wir gut sich die Babonen von der Niederlage letzte Woche erholt haben.  Die Högl-Truppe baut dabei jedoch auf Unterstützung der heimischen Fans beim nahesten Auswärtsspiel der Saison.

Ebenfalls auswärts aktiv sind die Bezirksliga-Herren am Samstagnachmittag. Neben dem Gastgeber VC Kallmünz-Burglengenfeld trifft man auf die TSG Laaber. Bei zwei Siegen würde man vorübergehend die Tabellenspitze übernehmen. Diese wollen auch die Herren 3 in der Bezirksklasse erobern. Im ersten Heimspieltag der Saison trifft man auf den TB/ASV Regenstauf III und die SpVgg Hainsacker.