Endspurt in der Hinrunde

Am kommenden Sonntag treten die Abensberger Bayernliga-Volleyballer das letzte Mal vor der Jahreswende in der heimischen TSV-Halle an. Die Herren treffen ab 12:30 Uhr auf den Regionalligaabsteiger TV Mömlingen. Um 16 Uhr schlagen die Damen gegen den FC-DJK Tiefenbach auf. Bereits tags zuvor müssen die Babonninen beim FTM Schwabing antreten.
Nach einem spielfreien vergangenen Wochenende wollten die Damen eigentlich wieder erholt an die schweren Aufgaben dieser Woche starten. Doch das Verletzungspech hat erneut zugeschlagen: Mit der Bänderverletzung von Stefanie Thalhauser im Training trifft es bereits die dritte Spielerin nach Sabrina Waitschies und Christin Braun. Das Trainerduo Peter Schwägerl und Bernhard Walter hat also kaum noch Wechseloptionen. Dennoch liefen die letzten Trainingseinheiten sehr gut, sodass man gegen den favorisierten FTM Schwabing am Samstagnachmittag um 16 Uhr befreit aufspielen kann. Im Heimspiel am Sonntag gegen Aufsteiger FC-DJK Tiefenbach müssen die Babonninen dann alles aus sich herausholen, um an den Gästen aus dem Passauer Raum in der Tabelle vorbeizuziehen.Unmittelbar vor den Damen treten die Abensberger Herren gegen den Regionalligaabsteiger TV Mömlingen an. Im Duell der Tabellennachbarn muss der TSV punkten, um die weit anreisenden Gegner hinter sich zu lassen. Dieses Unterfangen wird aufgrund der technisch starken Unterfranken sicherlich kein Spaziergang. Bereits letzte Woche haben es sich die Babonen durch viele individuelle Fehler gegen Schlusslicht SG Burgweinting/Donaustauf schwer gemacht. Coach Georg Högl hat in der Trainingswoche gezielt variable Aufschläge und das Block-Abwehr-Verhalten fokussiert. Schaffen es die Babonen wieder mehr Risiko in ihre Aktionen zu bringen und an ihre Leistungsgrenze zu gehen, ist Högl positiv gestimmt den nächsten Sieg einzufahren.Ebenso im Einsatz sind am Wochenende die beiden Herren-Reserveteams. Die zweite Mannschaft trifft als Ligaprimus am Spitzenspieltag in Parsberg auf die Gastgeber (4.) und den bisher noch ungeschlagenen VC Schwandorf (2.). Die dritte Mannschaft empfängt im absoluten Spitzenspiel die SG Regensburg Süd. Ebenso gastiert der TB Weiden.

Glanzloser Arbeitssieg

Die Bayernliga-Herren des TSV Abensberg haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Beim 3:1 (25:22, 18:25, 25:17, 25:23) gegen Schlusslicht SG Burgweinting/Donaustauf wackelte man nur kurz.

Die kleine Grundschul-Turnhalle von Burgweinting war bereits weit vor Spielbeginn rappelvoll. Zahlreiche Zuschauer wollten am Lokalderby, das erstmals in der Bayernliga stattfand, teilhaben. Nach anfänglichem Abtasten hatten sich die Abensberger an die Hallenumgebung gewöhnt und legten gut los. Für den angeschlagenen Kapitän Timon Wölfl startete erstmals Neuzugang Simon Seidl auf der Zuspielposition. Er fügte sich nahtlos ins System und konnte seine Angreifer über eine stabile Annahme variabel bedienen. Der Block um die beiden Mittelblocker Ralf Sangl und Dominik Mayer stand gut, sodass sich der TSV einen komfortablen Vorsprung bis zum 22:17 erarbeite. Nachlässigkeiten führten dazu das die Gastgeber vor allem über die Aussenposition besser ins Spiel kamen. Beim Spielstand von 22:20 nahm TSV-Trainer Georg Högl schließlich die erste Auszeit. Mit der taktischen Anweisung über die Außenposition anzugreifen, konnte Abensberg den Satz mit 25:22 beenden. Doch die Oberpfälzer hatten nun Lunte gerochen und spielten von nun an frech und punktete teilweise unkonventionell – auch weil die TSV-Abwehr zu diesem Zeitpunkt einen Gang zurückschaltete. Der 18:25-Satzverlust war die Folge. Högl reagierte und brachte mit Kapitän Wölfl und Mittelblocker Mario Peutler frischen Wind ins Spiel. Der Plan ging auf. Die Babonen spielten ihre Stärken in Angriff und Block aus, sodass der Satz mit 25:17 gewonnen werden konnte. Die kämpferischen Gastgeber gaben jedoch nicht auf und punkteten immer wieder über die Mitte. Zu viele Aufschlagfehler zwangen Högl schließlich zu einer Auszeit: „Wir machen zu viele einfache Fehler im Service. Es reicht hier lockere Aufschläge rüberzubringen. Konzentriert euch auf den Block und den eigenen Spielaufbau.“ Die Anweisung wurde schließlich umgesetzt. Zum Ende des Satzes präsentierten sich die TSV -Akteure vor allem im Angriff als abgezockter. Außenangreifer Martin Scherl war es schließlich vorbehalten mit einem krachenden Angriffsschlag das Spiel mit dem 25:23 zu beenden. Der TSV Abensberg (13) steht nun mit einem Spiel weniger auf Platz 4 und hat nur 3 Punkte Abstand auf den Zweiten Dinkelsbühl (16). Die letzten 3 Spiele haben es allerdings in sich. Mit den beiden Regionalligaabsteigern TV Mömlingen und SC Memmelsdorf sowie dem bisher ungeschlagenen VC Eltmann II stehen weitaus stärkere Gegner auf der anderen Spielfeldhälfte. Den Anfang macht der TV Mömlingen zum letzten Heimspieltag der Hinrunde am kommenden Sonntag um 12:30 Uhr in der TSV-Halle am Alten Stadion.

Erfolgreich waren auch die Bezirksliga-Herren um Trainer Martin Dürmeier. Durch ein 3:0 gegen den VC Kallmünz-Burglengenfeld und ein 3:1 gegen die TSG Laaber steht man vorübergehend an der Tabellenspitze. Auch die Bezirksklasse-Herren eroberten den 1. Rang. Nach einem klaren 3:0 gegen den TB/ASV Regenstauf, erlag man knapp gegen die SpVgg Hainsacker mit 2:3. Erfreulich war aber vor allem, dass die drei Jugendspieler Daniel Dietl, Erin Karakas und Gurjant Singh ihre ersten Einsatzzeiten sammeln konnten.

Auswärts gefordert

Nach der deutlichen Niederlage vergangenen Sonntag in Dinkelsbühl, müssen die Abensberger Bayernliga-Volleyballer erneut auswärts antreten. Dieses Mal ist die Anfahrt relativ kurz, für manche TSV-Spieler sogar kürzer als nach Abensberg. Im Lokalderby trifft man am Sonntag um 16 Uhr in Burgweinting auf das Tabellenschlusslicht SG Burgweinting/Donaustauf.

Der Landesliga-Aufsteiger konnte bisher nur einen Punkt aus 6 Spielen sammeln, kommt aber so langsam in Fahrt. Vergangene Woche hatte man den favorisierten TV Bad Windsheim am Rande eines Punktverlustes – auch weil diese im „Schuhkarton“ der Grundschulhalle Burgweinting nicht so recht klar kamen. Und auch die Abensberger müssen sich wohl auf einen härteren Kampf einstellen als noch in der Vorbereitung zu vermuten war. Dort hatte man in zwei Begegnungen jeweils klar gewonnen. Mit der Rückkehr ihres Zuspielers Michael Neumann sind die Oberpfälzer aber deutlich stärker einzuschätzen. Mit der niedrigen Halle haben die Gastgeber einen zusätzlichen Heimbonus. Entscheidend wird auch sein, wir gut sich die Babonen von der Niederlage letzte Woche erholt haben.  Die Högl-Truppe baut dabei jedoch auf Unterstützung der heimischen Fans beim nahesten Auswärtsspiel der Saison.

Ebenfalls auswärts aktiv sind die Bezirksliga-Herren am Samstagnachmittag. Neben dem Gastgeber VC Kallmünz-Burglengenfeld trifft man auf die TSG Laaber. Bei zwei Siegen würde man vorübergehend die Tabellenspitze übernehmen. Diese wollen auch die Herren 3 in der Bezirksklasse erobern. Im ersten Heimspieltag der Saison trifft man auf den TB/ASV Regenstauf III und die SpVgg Hainsacker.

Unter die Räder gekommen

In den Auswärtspartien gegen den FSV Marktoffingen und den TSV Dinkelsbühl gelangen den beiden Abensberger Bayernliga-Teams nur wenig. Beide Mannschaften mussten mit 0:3 die Heimreise antreten. Dabei starteten die Damen mutig in die Partie gegen den bis dato noch ungeschlagenen Meisterschaftsfavoriten FSV Marktoffingen. Da man bereits in der Vorwoche gegen die Zweite aus Marktoffingen siegen konnte, wollte man an gleicher Stelle erneut Zählbares herausholen. Im Laufe des ersten Satzes wurden die Abensbergerinnen aber durch starkes Aufschlagspiel konsequent unter Druck gesetzt. Durch eine zu hohe Eigenfehlerquote ging der Satz mit 14:25 verloren. Im zweiten Satz konnten die Babonninen sich aber besser auf das gegnerische Angriffsspiel einstellen. Dank starker Angriffe allen voran von Diagonalangreiferin Luisa Werther konnte man den Satz auf Augenhöhe gestalten. Letztlich zeigten die Gastgeber zum Satzende die mehr Konstanz und erhöhten durch das 25:22 auf 2:0. Auch der dritte Satz war eng umkämpft. Den Abensbergerinnen gelang es jedoch durch kleine individuelle Fehler nicht daraus Kapital zu schlagen und erlagen erneut mit 20:25. Trotz der Niederlage sind die Damen weiterhin positiv eingestellt und wollen das spielfreie Wochenende nutzen, um am 30.11. gegen FTM Schwabing und im darauffolgenden Heimspieltag am 01.12. gegen den VC/DJK Tiefenbach wieder erfolgreich zu punkten.

Ein Tag zum Vergessen war es vor allem bei den Herren. Beim starken Aufsteiger TSV Dinkelsbühl war mehr drin, die Babonen riefen jedoch in allen Mannschaftsteilen nicht annähernd ihre Leistung ab. Dabei startete man genau wie Trainer Georg Högl sein Team eingestellt hatte. Durch starke Aufschläge sollten die Dunkelbühler unter Druck gestellt werden, sodass deren schnelles Angriffsspiel nicht durchgesetzt werden kann. Zu Beginn setze Kapitän Timon Wölfl genau das um. Der Abensberger Mittelblock um Ralf Sangl stand wie eine Wand und eine 6:2-Führung war die Folge. Im weiteren Verlauf kamen die Gastgeber aber besser ins Spiel, auch weil Abensberg mit dem Druck im Aufschlag nachließ Durch konsequente Aufschläge nahm Dinkelsbühl die Variation im Abensberger Spiel heraus. Es folgte der Ausgleich zum 13:13. Plötzlich fanden die Babonen gegen die unkonventionelle Spielweise des Gegners mit 3 spielenden Zuspielern kein Mittel mehr und der Satz ging mit 18:25 verloren. Trainer Högl reagierte und stellte um. Johannes Högl rückte von der Aussenposition auf Diagonal für den an diesem Tag glücklosen Konrad Schweiger. Raimonds Stauber verstärkte die Annahme und Jonas Krauß kam zu seinem Debüt auf der Mittelblock-Position. Der Beginn des zweiten Satzes war eine Spiegelung des ersten. Wieder führte Abensberg, Dinkelsbühl glich zur Mitte des Satzes aus. Die Babonen blieben nun aber dran und kämpften um jeden Ball. Das nun emotionale Spiel wurde jedoch durch Eingriff des ersten Schiedsrichters auf beiden Seiten durcheinander gebracht. Letztlich hatten die Mittelfranken das besagte Quentchen Glück auf ihrer Seite und siegten mit 25:23. In der Folge wollten die Babonen das Spiel noch an sich reißen, doch die letzte Konsequenz fehlte. Als Johannes Högl wegen Reklamation beim Spielstand von 13:8 für die Gastgeber die rote Karte sah, war das Spiel für die Babonen bereits mental gelaufen und der Satz deutlich mit 14:25 abgegeben. Mit der deutlichen Niederlage rutscht man nun hinter Dinkelsbühl auf Platz 4 in der Tabelle der Bayernliga Nord. Am kommenden Sonntag im Lokalderby gegen die SG Burgweinting/Donaustauf müssen die Herren wieder mutiger agieren, um weiterhin im oberen Tabellendrittel zu verweilen.

Besseren Willen zeigten die Bezirksklasse-Damen um Zuspielerin Verena Blinzler. Nach einem knappen 2:3 gegen Gastgeber TV Furth im Wald, siegte man gegen den FC Miltach mit 3:1. Die Herren 3 um Spielertrainer Tom Schwägerl untermauerten ihre Meisterschaftsambitionen in der Bezirksklasse durch zwei klare 3:0-Siege gegen den TB/ASV Regenstauf III und den VC Schwandorf II. Die weibliche U20 unterlag in einem engen Spiel gegen den ASV Schwend mit 0:2.